Touren-Vorschläge

Zustieg von Unterammergau

(Sommer und Winter)

Gehzeit: 2 bis 2,5 Stunden
Anforderungen: leichte Bergwanderung
Weg: Bitte Lawinenlage und Wegsperrung beachten!
Der einfachste und schnellste Zustieg ist von Unterammergau (836m) durchs Tal der Schleifmühlenlaine auf der Fahrstraße (eine langgezogene Kehre kann bequem abgekürzt werden) zum Haus (1554m).
Hier startet auch die Schlittenabfahrt.
Variante: im unteren Teil durch die wilde Schleifmühlenklamm.

Zustieg von Oberammergau

(mit Lift)

Gehzeit: 2,5 bis 3 Stunden
Anforderungen: leichte Bergwanderung
Weg: von Oberammergau (837m) an der Ammer entlang, unter der Bundesstraße durch zu den Kolbenliften. An der Talstation vorbei kurz dem Grottenweg folgen, dann aber rechts abbiegen zum Kolbensattel. Sehr schön zieht nun der Weg nahezu auf gleicher Höhe durch den Nordhang des Sonnenbergs bis zur Fahrstraße. Nun etwas steiler auf der Straße zur Hütte (1554m).
Auf dem Rückweg gibt es von Kolbensattel eine rasante Abfahrt mit der Sommerrodelbahn Alpine Coster.
Variante: mit Kindern eventuell mit dem Sessellift zum Kolbensattel (1276m).

Zustieg von Schloss Linderhof

Gehzeit: 2 bis 2,5 Stunden
Anforderungen: mäßig schwierige Bergwanderung
Weg: Von Schloss Linderhof (943m, es gibt einen Wandererparkplatz: an der Schranke fragen) rechts haltend oberhalb des Schlossgeländes durch den Linderwald. Zweimal eine Forststraße überqueren und in zunehmender Steilheit zum Kälberalmgraben. Diesen überqueren und weiter aufwärts, bis man den Höhenweg Pürschlinghaus-Brunnenkopfhütte erreicht. Hier rechts abzweigen und auf dem Höhenweg zum bald sichtbaren Haus (1554m).

Zustieg von Unterammergau über den Teufelstättkopf

Gehzeit: 2,5 bis 3 Stunden
Anforderungen: mäßig schwierige Bergwanderung, die letzten Gipfelmeter leichte Kletterei
Weg: Die interessanteste Runde rund um das Pürschlinghaus ist der Zustieg über den Gipfel. Dazu folgt man wie bei Tour 1 ab Unterammergau (836m) dem Tal der Schleifmühlenlaine bis zur Abzweigung zur Kühalm, geht weiter zur Kühalm und steigt von Norden auf zum Teufelstättkopf (1755m). Den Gipfelaufbau erreicht man direkt unterhalb des Drahtseils, klettert in 5 Minuten zum Kreuz hinauf und wieder zurück. Anschließend steigt man wie bei Tour 4 hinunter zur Hütte (1554m).

Gipfel Teufelstättkopf

Gehzeit: 1 Stunde
Anforderungen: mäßig schwierige Bergwanderung, die letzten Gipfelmeter einfache Kletterei
Weg: Zum Teufelstättkopf steigt man von der August-Schuster-Hütte (1554m) ziemlich steil über einen Wiesen- und Waldhang in einen Sattel. Geradeaus geht es weiter zum Laubeneck, rechts biegt der Steig ab zum Gipfel (1755m), der sich hier als kecker Felszahn präsentiert. In ein paar Minuten ist seine Spitze erreicht; die leichte Felskletterei bringt die rechte Würze und das stabile Drahtseil die notwendige Sicherheit. Abstieg am Anstiegsweg.

Übergang zur Brunnenkopfhütte

Gehzeit: 3 Stunden (Variante + 1 Stunde)
Anforderungen: anspruchsvolle Bergwanderung
Weg: Den Tag beginnen wir, am besten ohne Gepäck, mit dem Teufelstättkopf (1755m), da wir morgens den Gipfel noch für uns allein haben. Zurück an der Hütte (1554m) folgen wir dem Weg Richtung Brunnenkopfhütte. Der Steig quert aussichtsreich die Südflanke unterhalb von Laubeneck und Hennenkopf. Meist gut begehbar, ist er doch teilweise etwas ausgesetzt und verlangt konzentriertes Gehen. Etwa nach der Hälfte des Weges können wir einen Abstecher zum Hennenkopf (1768m) machen, bevor der Weg erstmals wieder durch Wald zieht und die Steilheit des Hanges unterhalb des Dreisäulerkopfes abnimmt. Schließlich erreichen wir den Reitweg und bummeln gemütlich zur Brunnenkopfhütte (1602m).

Variante für trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger: Vom Sattel am Teufelstättkopf zur Ostwand des Laubenecks und nach rechts, um das Laubeneck nördlich zu umgehen. Weiter über den Grat in eine Senke vor dem Hennenkopf (1768m). Den Hennenkopf überschreiten und hinunter zum Höhenweg.

Wintertouren

Hier geben sich Skibergsteiger und Schneeschuhgeher, Winterwanderer und Rodler ein fröhliches Stelldichein. Für alle Wintersportler ist Unterammergau bzw. der Parkplatz an der Schleifmühlenlaine der Ausgangspunkt. Rodler und Winterwanderer folgen der Rodelbahn entlang der Schleifmühlenlaine und dem Plattenberggraben zur Hütte. Hier ist meist das Tagesziel erreicht, denn der Teufelstättkopf lässt sich nur bei wenig Schnee zu Fuß ersteigen. Schneeschuhgeher und Skibergsteiger, die den Teufelstättkopf besteigen wollen, folgen ab der Hütte in etwa dem Sommerweg in nordwestlicher Richtung zum Sattel vor den Gipfelfelsen. Die letzten Meter über eine steile Schneeflanke (nur bei wenig Schnee ist das Drahtseil frei) zu Fuß zum Gipfel.

Varianten: Das Tal der Schleifmühlenlaine teilt sich auf etwa 1000m in den Kurztalgraben und den Plattenberggraben, an dem die Rodelbahn entlangzieht.

  • Der Plattenberggraben bietet schöne Abfahrtsvarianten zum oberen Teil der Rodelbahn.
  • In den Kurztalgraben führt man südlich des Skidepots über einen steilen Hang ab, der in die Nordostmulde unterhalb des Gipfels leitet.
  • Eine weitere Abfahrtvariante geht über die Kühalm: von den Gipfelfelsen über den Nordrücken „Auf dem Stein“ zur Kühalm oder – sehr steil – aus dem Sattel vor dem Laubeneck zur Hengstwalddiensthütte und weiter mit leichtem Gegenanstieg zur Kühalm und auf den Querweg zur Schleifmühlenlaine.

Achtung! Der Teufelstättkopf und die Varianten sind nur bei sicheren Schneeverhältnissen zu befahren und erfordern alpine Erfahrung und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

Bike&Hike

Die Ammergauer Alpen sind ein wildes Gebirge mit steil abfallenden Hängen und wenigen Almen. Außerdem sind sie Naturschutzgebiet. Dadurch ergeben sich für Mountainbiker keine großartigen Trails. Der Reiz liegt eher im Bike&Hike, das die Hüttenanstiege verkürzt: Zum Pürschlinghaus startet man von Unterammergau und benützt den Fahrweg durch das Tal der Schleifmühlenlaine. Zu Fuß geht es dann weiter auf den Teufelstättkopf.

Bitte beachten: Die in alten Bike-Führern beschriebenen Rundtouren mit Tragestrecke und Abfahrt nach Norden sind nicht mehr zulässig!